|
Afrika aus nächster Nähe erlebt
VDA-Austauschschülerin verbrachte zwei aufregende Monate in Namibia
Durch eine Freundin, die an einem Schüleraustausch mit Chile teilgenommen hatte, wurde Sara Tahmabesi aus Clausthal-Zellerfeld auf den VDA aufmerksam, der sich auf eher seltene Ziele - wie Chile oder Namibia - eines Auslandsaufenthaltes spezialisiert hat. Mit Hilfe des VDA Jugendreferates hat sich Sara ihren Traum erfüllen können, Afrika aus nächster Nähe zu erleben. Nachstehend ihre Eindrücke aus Namibia:
"Es ist nun schon eine Zeit her, seitdem ich von meinem zweimonatigen Aufenthalt in Namibia nach Deutschland zurückgekehrt bin. Doch noch längst sind nicht alle Erlebnisse erzählt. Ich konnte mir meinen Traum, nach Afrika zu reisen, erfüllen und bin nun noch neugieriger als vorher.
Morgens kurz nach sechs landete das Flugzeug in Windhoek. Überrascht stellte ich fest, wie kalt und windig es war. Der atemberaubende Sonnenaufgang entschädigte jedoch alle Reisenden. Meine Gastmutter Estelle und Andra, eine meiner Gastschwestern, nahmen mich in Emfang. Schnell bemerkte ich, dass in Namibia trotz Amtssprache Englisch fast ausschließlich Afrikaans gesprochen wurde. Doch selbst auf der wunderschönen Jagdfarm meiner Gastfamilie stellte dies keineswegs ein Hindernis dar. Auf der Farm erlebte ich Afrika noch viel schöner, als ich es mir je vorgestellt hatte: Roter, pudriger Sand, Tiere aller Art und unheimlich nette Menschen um mich herum. Ich hatte mich noch nie zuvor in solch einer Weite befunden. Ich durfte mit auf aufregende Jagden gehen, durch die Savanne reiten und sah die schönsten Sonnenaufgänge meines Lebens.
Die Windhoek High School, die ich während meines Aufenthaltes besucht habe, ist mit einer deutschen Schule nicht zu vergleichen. Hier gibt es Uniformpflicht und auch die Unterrichtsgestaltung ist verschieden. Die Lehrer versuchen, mehr auf den einzelnen Schüler einzugehen. Ein besonderes Fach ist "Motivation", bei dem die Schüler über ihre Sorgen und Gefühle sprechen. Vor dem Unterricht betet die gesamte Schülerschaft. Die Menschen in Namibia sind sehr religiös. Sonntags ging ich deshalb immer mit in die Kirche.
Ich wurde als Tochter in meine Gastfamilie aufgenommen und auch in Andras Freundeskreis ohne Umschweife integriert. Jeder trat mir offen und neugierig gegenüber. Ich habe mich in Namibia sehr wohl gefühlt zwischen Menschen, die eine vollkommen andere Lebensweise als die Deutschen haben. Ich wurde überaus freundlich behandelt und mir wurde das Land und dessen Kultur viel näher gebracht als dies bei normalen Touristen geschieht. So ein Austausch ist etwas Einmaliges. Ich werde meine Gastfamilie auf jeden Fall noch einmal besuchen, sobald ich die Möglichkeit dazu habe."
Sara Tahmabesi
|