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Austausch 2004/2005 Angelique Nipko aus Namibia
Als ich am 16.November nach Deutschland kam, hatte ich keine Vorstellung davon wie es sein würde. Ich war schon mehrere Male in Deutschland, aber noch nie in Essen. Unser Flughafen ist zum Vergleich mit dem Frankfurter Flughafen winzig klein. Ich dachte, dass wir uns verlaufen würden, aber irgendwie haben wir uns dann doch nicht verirrt. Frau Krieger und Frau Zeisig erwarteten uns schon. Nachdem wir alle da waren und jeder sein Gepäck hatte, fuhren wir mit dem Bus zur Jugendherberge.
Die paar Tage in der Jugendherberge waren schön. Frau Krieger und Frau Zeisig zeigten uns die Stadt. Am schönsten war der Besuch im Museum. Gerade als wir uns richtig kennen lernten, ging es schon weiter zu unseren Gastfamilien. Wir wurden alle zu unseren Bahnen gebracht. Uns wurde genau erklärt, wo wir aussteigen müssen. Am Anfang hatte ich Angst, dass ich nicht rechtzeitig aus der Bahn rauskomme oder dass ich meinen Ausstieg verpasse, aber alles verlief gut.
Die Zeit bei meiner Gastfamilie war schön. Ich wurde als ein Teil der Familie aufgenommen und fühlte mich zu Hause. Wir haben zusammen sehr viel unternommen. An einem Samstag fuhren meine Gastmutter Ulrike, meine Gastschwester Simone und ich mit der Bahn nach Köln. Simone und ich waren ganz oben auf dem Kölner Dom. Danach waren Ulrike und ich noch in Düsseldorf. Vor den Ferien waren wir drei Tage in Holland. Ich dachte, dass Afrikaans und Holländisch sich ähnlich sind aber Holländisch konnte ich trotzdem nicht verstehen.
Die Schule ist hier auf jeden Fall anders als in Namibia. Meiner Meinung nach ist der Standart hier viel höher. Obwohl der Standart höher ist, ist der Unterricht nicht so streng wie bei uns.
Die Schüler beteiligen sich mehr am Unterricht und haben ein besseres Verhältnis zu den Lehrern. Ein großer Unterschied ist auch das Gymnasium, welches ich besuchte, es ist ein Ganztagsgymnasium. Dafür gab es jeden Mittag Mittagessen.
Ich finde es komisch, dass man hier kein Schulgeld zahlen muss. Auch der Unterricht in den Fächern ist anders. Die Kinder haben Französisch, Latein, Politik, Religion, Schwimmunterricht, Musik, Chemie und Physik als getrennte Fächer.
Meine Zeit hier in Deutschland werde ich nie vergessen. Wenn ich könnte würde ich noch mal an einem Austausch teilnehmen. Wenn ich wieder nach Deutschland komme werde ich auf jeden Fall meine Gasteltern besuchen. Ich freue mich schon auf Juni, wenn Simone zu uns nach Namibia kommt. Angelique Nipko
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