(Anm.: Luise Seifart war zu Gast bei Familie Nowak in Riemsdorf, Landkreis Meißen)

Erst mal zur Familie: Sie ist einfach toll, da sie sehr viel mit mir unternimmt, auch wenn sie ihre eigene Arbeit erledigen muss. Ich kenne mich schon bald hier aus, spätestens wenn ich wieder abfliege.

Ich war schon viel in Dresden und immer wieder habe ich was Neues gesehen. Dann in Riesa bei einem Nudelcenter, in Glauchau bei einer Cheerleading-Meisterschaft, wo meine Gastschwester Pia dran teilgenommen hat. Das hat mich sehr fasziniert, da es Cheerleading in Namibia nicht gibt. Ich war auch in einem Hallenbad mit drei verschiedenen Schwimmbädern. Eigentlich gibt es so viel hier in Deutschland, was es in Namibia nicht gibt, wie Schnee, einen Dom, einen Postträger, Schulbus. Daher bin ich so froh, dass ich diese Gelegenheit wahrgenommen habe, um diese Unterschiede kennenzulernen. Genauso wie Weihnachtsbaum kaufen, einfach komisch für mich.

Was für mich sehr gewöhnungsbedürftig ist, ist die Schule. Da der ganze Unterricht auf Deutsch ist und vieles um Deutschland geht, wie in Geschichte und Politik. Hoffentlich verbessert sich mein Deutsch trotzdem noch. Die Schüler sind auch toll, da sie mich alle nett empfangen haben. Demnächst werde ich mein erstes Mal Schlittschuh laufen. Da werde ich noch was Neues dazulernen. Rodeln kann ich auch schon.

Erst dachte ich, dass diese acht Wochen zu lange für mich sind, und nun kommt schon ein Brief mit allen genauen Daten für meinen Rückflug. Die Zeit vergeht hier so schnell.

Luise Seifart 











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