Bratwurst und Glühwein

Am Anfang war ich aufgeregt, alles war so fremd und man weiß erst nicht so was man sagen soll. Aber meine Familie war nett und hat mich herzlich aufgenommen. Deutsch zu sprechen war etwas schwer und fremd am Anfang, aber nach einiger Zeit ging es schon viel besser. Es war ja alles deutsch: Fernsehen, Radio, Unterricht, die Unterhaltung am Esstisch. Wir sind auch auf Weihnachtsmärkte gegangen und haben Bratwurst und Glühwein kennengelernt. Wir sind auch Schlittschuh gelaufen. Das macht viel Spaß, vor allem, wenn du das nicht so kannst. Ich hatte blaue Flecken am nächsten Tag! In der Schule haben wir ein ganz anderes System erlebt. Die Kinder dürfen in mormalen Klamotten zur Schule gehen! Bei uns gibt es Uniformen. Ich finde, dass wir dadurch viel mehr Respekt  für einander und für die Lehrer haben. Die Kinder haben im Unterricht mehr reingeredet. Wir machen das auch, aber dann schimpfen die Lehrer, dort machen sie das nicht soviel. Wir haben auch Sport mitgemacht, Völkerball gespielt, die Jungen haben uns ein paar Fußballtricks gezeigt. Ich habe gesehen, dass die deutschen Leute alle die Verkehrsampeln beachten. Auf der Autobahn fahren sie so schnell wie sie wollen. Die Deutschen haben fast alle drei Müllkörbe, einer für Papier, einer für Bio-Müll und einer für andere Verpackungen. Ich habe mehr Selbstständigkeit gelernt. Für mich und ich glaube, auch für viele von den anderen war das das erste Mal weg von zu Hause über Weihnachten und Silvester. Weihnachten war so ganz anders, ein echter Tannenbaum mit echten Kerzen drauf. War so toll. Deutschland vergesse ich nie!

Sonia Meyer, Windhoek High School, Namibia   











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