Bericht zum Schüleraustausch mit Brasilien (Deutsche Schule Corcovado in Rio de Janeiro)

Ich war schon sehr gespannt auf die Familie, da ich mich bereits in Deutschland sehr gut mit meinem Austauschschüler Flavio verstanden hatte. Sie warteten bereits auf mich, als ich mit meinem Gepäck aus dem Abholbereich des Flughafens herauskam. Ich hatte einen wirklich sehr guten Eindruck, denn sie schienen auch glücklich zu sein und zeigten mir schon auf der Fahrt zum Leblon (dem Stadtviertel, in dem sie wohnen) einige Sehenswürdigkeiten und erklärten mir alles. Ich hatte in ihrer Wohnung ein eigenes Zimmer und fühlte mich durch die Offenheit der Familie sofort wie zu Hause.

Am Montag begann dann schon die Schule. Ich war erstaunt, wie schön das Schulgebäude ausschaut. Wie ich später erfuhr, steht es unter Denkmalschutz. Vom Klassenzimmer aus kann man sogar die Christusstatue sehen. Ich wurde von der Klasse sofort herzlich begrüßt, und die Schüler stellten mir einige Fragen. Auch die Lehrer waren sehr nett zu mir, so dass ich dort auch auf keinerlei Probleme stieß. Mich überraschte vor allem der sehr persönliche Umgang von Schülern und Lehrern. Nach einigen Tagen Eingewöhnungsphase kannte ich schon sehr viele Leute an der Schule, und es gefiel mir immer besser. Auch außerhalb der Schule lernte ich viele Freunde von Flávio kennen. Inzwischen sind nahezu alle auch meine Freunde. Der Kontakt ist nie abgebrochen, täglich chatten wir oder telefonieren auch manchmal.

Am 17.8. war dann eines der Highlights: Das Fußballspiel zwischen Fluminense und Flamengo. Es war immer schon ein Traum gewesen, in dem großartigen Stadion Maracana zu sein. Am darauffolgenden Wochenende fuhren wir nach Petropolis und besichtigten den Palast von Don Pedro Primeiro, dem ehemaligen Herrscher Brasiliens. Auch das Haus von Santos Dumont war zu sehen.

Wir gingen öfters an den Strand, der ja praktisch vor der Haustür liegt. Manchmal verbrachten wir etwas weiter weg am Strand von Ipanema unsere Nachmittage mit Freunden. Denn trotz des Winters hatten wir immer Temperaturen um die 25° Celsius. Probleme mit der Familie hatte ich nie, wir verstanden uns wirklich prächtig. Sie wurde eine zweite Familie für mich.

Rückblickend muss ich sagen, dass diese Ferien wohl die schönsten meines Lebens waren. Ich habe den brasilianischen Alltag erfahren, etwas Erfahrung gesammelt und viele neue Freunde bekommen. Ich und Flavio denken zurzeit an einen weiteren Austausch zwischen uns beiden, dieses mal jedoch für 6 Monate.

Auf jeden Fall würde ich jedem empfehlen, einen Schüleraustausch zu machen. Die Menschen in Rio sind sehr offen und freundlich, so dass man sich nicht wie ein Fremdkörper, sondern als gleicher unter gleichen fühlt.

Mit freundlichen Grüßen

Markus











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