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Der Schüleraustausch gehört zu den erfolgreichsten Programmen des VDA. Rückmeldungen von Schülern und Gastfamilien bestätigen uns immer wieder, dass es sich lohnt, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, aber auch zu lernen, auftretende Schwierigkeiten zu meistern. Einer der VDA-Austauschschüler der vergangenen Saison ist Pablo Ibánez aus Argentinien. Vom 9. Dezember 2009 bis 27. Februar 2010 wohnte er bei seiner Gastfamilie Donhauser in Happurg in der Hersbrucker Schweiz, nahe Nürnberg. Er schrieb:
Ich lebe in Lanús, einer Stadt, die ungefähr fünf Kilometer südlich von Buenos Aires liegt. In Lanús leben 453.082 Einwohner. Es ist ein wichtiges Zentrum mit vielen Geschäften und auch einer Universität. Ich besuchte das Eccleston-Gymnasium und werde am Jahresende mein Abitur in der Fachrichtung Naturkunde machen, weil ich Arzt werden möchte. Ich lerne seit vier Jahren Deutsch an einer Sprachakademie, die ein Prüfungszentrum des Goethe-Instituts in Buenos Aires ist. Mein Deutsch ist nicht sehr gut, aber mehr als genung für ein Gespräch. Ich lerne auch Englisch seit zehn Jahren mit einer Lehrerin.
Falls ich einmal meine Lebensgeschichte erzählen sollte, würde ich meine jungen 18 Jahre in zwei sehr gut auseinander gehaltene Etappen teilen:
Zur ersten Etappe gehört mein Leben vor meiner Reise als Austauschschüler nach Deutschland, und die zweite wäre mein Leben nach dieser wunderbaren Erfahrung, am Schüleraustausch teilnehmen zu dürfen.
Nachdem ich wieder zu Hause meine Erfahrungen stark untersucht habe, kam ich zum Ergebnis, dass die Erfahrung in Deutschland eine der wichtigsten Erlebnisse in meinem jungen Leben ist, oder die wichtigste Erfahrung ist. Auch wenn es nicht die erste Reise alleine war, doch war es das erste Mal, dass ich aus Argentinien alleine verreiste, in eine sehr grosse Entfernung. Von Argentinien, Südamerika, nach Europa, nach Deutschland!!!
Trotz der grossen Entfernung fühlte ich nur einen kleinen Kulturschock, wahrscheinlich einerseits, weil ich mich gut anpasse, andererseits weil die Globalisation mich auch in ihren Bann riss und so einen großen Teil der Kulturunterschiede verschwinden ließ. Glücklicherweise habe ich doch mehrere Gegebenheiten ausfindig gemacht, die mich dazu führten, Neues zu erleben, Interessantes zu sehen und mitmachen zu dürfen. Dies hat meine Reise sehr reich gestaltet.
Dazu wurde mir als Austauschschüler eine der besten und liebsten Familien in Deutschland zugewiesen: Offen, fröhlich, immer aktiv, wohnhaft in einem traumhaften Ort. Es konnte gar nicht besser sein, als ich es erlebt habe. Wirklich, ich verdanke es meiner Familie hier im Lande, dass ich als Austauschschüler nach Deutschland kommen konnte, und mir auch die Möglichkeit geboten wurde, hier viel zu reisen. So konnte ich einen guten Teil Deutschlands und Österreichs kennenlernen, sowie etwas von der Tschechischen Republik und der Schweiz. Diese Länder liegen so aneinander, ganz nah eins beim anderen, doch ich durfte wichtige natürliche und soziale Differenzen entdecken. Aber ich habe nicht nur Orte kennengelernt, sondern auch Menschen aus verschiedenen Orten der Welt, von denen ich nicht im Traum gedacht habe, mit ihnen mal Kontakt aufzunehmen zu dürfen. Dies war sehr angenehm und von großem Nutzen. In diesem Prozess habe ich wirklich sehr viel Deutsch gelernt, viel mehr als ich das im Kurs einmal pro Woche in Argentinien gelernt habe.
Ich habe mich zu kurz gehalten, viel kürzer als verdient, aber ich garantiere allen, die sich mit der Idee vertraut machen, einen Schüleraustausch mitzumachen, dass dieser eine der besten Investitionen ist, die man durchführen kann.
Dem VDA in Sankt Augustin, Danuta Zeisig, gilt mein grosser Dank, ebenso Gisela Wachnitz von der Germán A. Wachnitz-Stiftung in Eldorado, Argentinien. Beiden Organisationen könnt Ihr Euer ganzes Vertrauen geben. Dank der fleißigen Arbeit dieser zwei Organisationen wurde es mir möglich gemacht, dass ich diese außergewöhnliche Erfahrung erleben durfte.
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