Meine Zeit in Argentinien

Nachdem meine Austauschpartnerin Juliana mich für drei Monate zu Hause in Deutschland besucht hatte, trat ich am 19. Juli mit vier anderen deutschen Schülern den Gegenbesuch nach Eldorado, Provinz Misiones in Argentinien an.

Der Flug war anstrengend und ermüdend, aber als ich aus dem Flugzeug am Flughafen Iguazú in Brasilien ausstieg und mich die Sonne sowie meine Gasteltern freudig begrüßten, war alle Müdigkeit verflogen. So viele neue Eindrücke, die auf der 100 km weiten Fahrt nach Eldorado auf mich wirkten, konnte ich gar nicht auf einmal aufnehmen. Rote Erde, kilometerweite Strecken ohne auch nur ein Haus zu sehen,… Doch aus der anfangs ungewohnten Umgebung, entwickelte sich bald ein zweites Zuhause. Ich unternahm mit meiner Familie Reisen nach Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens und zu den berühmten Wasserfällen von Iguazú an der brasilianischen Grenze. Mit der Fundación Wachnitz erlebte ich eine unvergessliche
Reise in den Regenwald und an die Wasserfälle von Moconá.
Für neun Wochen hatte ich fünf Schwestern, von 2 bis 17 Jahren und lebte in einem Haus voller Leben. Dies brachte sicherlich auch den ein oder anderen Konflikt mit sich, mit meiner Gastmutter konnte ich mich bis zu meiner Abreise nicht so recht anfreunden und so einige Male plagte mich auch das Heimweh, aber ich fand auch neue Freunde, drei Argentinier besuchten mich 2004 in Deutschland und zu den
deutschen Schülern, die mit mir gereist sind, habe ich noch immer sehr regen, freundschaftlichen Kontakt. Wir halfen uns in Argentinien gegenseitig, wenn wir mal wieder von der unkomplizierten Lebensweise überrascht wurden.
Doch auch diese lernte ich zu schätzen, die Art zu feiern, sich zu freuen, die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen, deren Essen und die Sprache, gefielen mir am Besten. Ich begann in einer Tanzschule in Eldorado Tango Argentino zu tanzen und die Abende dort zählen zu den schönsten Momenten meines Aufenthalts. Meine Spanischkenntnisse konnte ich super festigen, ich hatte keinerlei
Verständigungsprobleme und auch in der Schule verstand ich alles, wobei das Niveau auch unter dem deutschen Standard liegt. Nun, bin ich dankbar für diese Erfahrung und die tolle Zeit, ganz klar, irgendwann will ich zurück nach Argentinien!

Annika













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