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Weiße Strände, türkisblaues Meer
Vanessa Sigel war als Austauschschülerin in Rio de Janeiro
Rio de Janeiro ist eine außergewöhnliche Stadt! Ich habe vor meinem Austausch noch nie etwas so schönes gesehen! In Rio vereint sich eine Großstadt mit ihren Einkaufsmeilen und vielen Geschäften mit viel Natur und wundervollen Stränden. 
Die Menschen in Rio sind überaus freundlich und schließen dich gleich bei der ersten Umarmung ins Herz. So erging es mir auch bei meiner Gastfamilie!
Ich wohnte direkt in Ipanema, bei einer herzlichen 6-köpfigen Familie: Meine Gastmutter Elizabeth, Tierärztin, mein Gastvater Fernando, Börsenmakler, mein Austauschpartner Rafael (16), seine kleine Schwester Carolina (13) und seinen beiden älteren Schwestern, Fernanda und Roberta, die aber beide nicht mehr zu Hause wohnten.
Alle waren sehr nett zu mir und die Verständigung klappte eigentlich wunderbar. Mit Rafael und Carolina konnte ich mich auf Deutsch unterhalten und meine Gastmutter sprach sehr gut Englisch. Nur bei meinem Gastvater gab es Anfangs kleine Probleme mit der Verständigung, da er nur Portugiesisch sprach, was sich aber im Laufe meines Aufenthaltes immer verbesserte, da ich einige portugiesische Ausdrücke kennen lernte.
Meine Familie las mir jeden Wunsch von meinen Lippen ab und kümmerte sich ständig um mein Wohlergehen.
Jeden Tag wurde etwas anderes mit mir unternommen. Wir haben zusammen den Zuckerhut, die Christusstatue, den zoologischen Garten, den botanischen Garten und vieles, vieles mehr besichtigt. Es war alles sehr eindrucksvoll.
Hierbei wurde mir wiederum die Einzigartigkeit dieser Stadt bewusst...
Sogar bei schlechtem Wetter wurde mir nicht langweilig: dann gingen wir in Museen. Unter anderem war ich in dem Museum für brasilianische Geschichte, einem Museum für naive Kunst, einem Planetarium und einem Museum mit vielen kleinen Figuren.
Das Einkaufen kam auch nicht zu kurz, was natürlich sehr wichtig für mich war. Man braucht schließlich viele Souvenirs als Andenken und natürlich auch einige Mitbringsel für Familie und Freunde!
Wenn das Wetter schön war, gingen wir, dann meistens Vormittags an den Strand, der ja nur 5 Minuten von unserer Wohnung entfernt war, um Nachmittags dann etwas besichtigen zu können. Aber leider spielte das Wetter nicht immer mit... Es regnete mehrere Male über längere Zeit, was ich ein bisschen schade fand.
Abends gingen Rafael und ich aus, in extra Shows für Jugendliche oder wir trafen uns einfach mit verschiedenen Freunden, die auch alle sehr nett und gesellig waren. Schnell fand ich hier viele Freunde!
Meine Familie war sehr auf mein Wohl bedacht. Ständig wurde ich gefragt, ob ich noch etwas essen will... Das Essen war übrigens fantastisch. Das einzig gewöhnungsbedürftige war, dass es mittags und abends etwas Warmes gab. Und zwar immer als Vorspeise Salat, dann das Hauptgericht, immer dabei Reis mit Bohnen, und dann einen Nachtisch. Am allerbesten schmeckten mir aber die vielen unterschiedlichen Früchte, die ich hier in Deutschland sehr vermisse...
Mein absolutes Lieblingsgericht dort unten war Stroganof. Ein Reisgericht mit Hühnchenfleisch und Sahnesoße mit Champignons... sehr lecker.
Am 2. Wochenende in Rio sind wir in eine andere Stadt gefahren, Arraial do Cabo, ca. 3 Std. von Rio entfernt. Eine wunderschöne Stadt. Dort durfte ich dann zum ersten mal so richtig mit Taucheranzug und Sauerstoffflasche tauchen! Natürlich nur in Begleitung... Die Welt unter Wasser ist wirklich faszinierend. Am schönsten fand ich die Meeresschildkröte, die direkt vor mir herschwamm...
In derselben Stadt haben wir auch noch eine Rundfahrt per Boot gemacht.
Dort haben wir Strände besichtigt, die man nur per Boot erreichen kann.
Diese Strände waren allesamt schneeweiß und das Wasser kristallklar und türkiesblau...
Ein weiteres Highlight war sicherlich am letzten Wochenende der Deltaflug, ein Drachenähnliches dreieckiges "Flugzeug", ohne Motor... Man wurde an dem Drachen und an seinen Piloten festgemacht und dann musste man fest Anlauf nehmen und schon schwebte man in der Luft. Ich war erst kurz vor dem Absprung nervös, aber es hat sich gelohnt, man hatte eine atemberaubende Aussicht...
Wie Sie also sehen, war mir in Rio auf keinen Fall langweilig und mir hat es echt super gefallen! Vor allen Dingen, weil sich meine Familie so wunderbar um mich gekümmert hat und so unendlich nett zu mir war...
Der letzte Tag war sehr schwer für mich... Abschied nehmen... Wir mussten alle am Flughafen weinen...
Jetzt stehe ich immer noch im e-mail Kontakt mit meiner Familie. Sie sagen, dass sie mich als Familienmitglied ansehen und dass ich unbedingt wieder nach Rio zurückkehren soll, was ich auf jeden Fall auch werde!
Herzliche Grüße, Vanessa
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