Pressestimmen

Editorial der kanadischen Zeitung "Deutsche Rundschau"

Liebe Leser,

der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e.V. (VDA) wird im kommenden Jahr 120 Jahre alt. Vielen von Ihnen wird diese traditionsreiche Organisation noch unter dem ehemaligen Namen "Verein für das Deutschtum im Ausland" ein Begriff sein. Der neue Name wurde dem Zeitgeist angepaßt, das große Engagement seiner Mitglieder zum Wohle der deutschen Landsleute in aller Welt blieb unverändert.

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Straubinger Tagblatt, 20.01.05

Zwei Brasilianer als Gäste für ein Monat am Gymnasium der Ursulinen

Erster richtiger Winter

Simone und Vanessa freuen sich schon auf den Gegenbesuch

Bis zum Aschermittwoch werden Rafaei Bomfim Lins und Leonardo Stockler Pinto aus Rio de Janeiro als Gastschüler am Gymnasium der Ursulinen-Schulstiftung ihre Deutschkenntnisse verbessern. Rafaei Bomfim ist Gast bei der Familie Sigel in Haimbuch und Leonardo bei Familie Rothmayr in Sallach. Organisiert wird diese Austauschmaßnahme durch den Verein für Deutsche. Kulturbeziehungen im Ausland (VDA), der im Jahre 1881 als Allgemeiner Deutscher Schulverein gegründet wurde. Denn bei Schülern in überseeischen Ländern, die Deutsch als Fremdsprache lernen, hat das Interesse an einem Schüleraustausch mit Deutschland in den letzten Jahren sprunghaft zugenommen. In diesem Zusammenhang organisierte das Gymnasium der Ursulinen Schulstiftung für den Verein die Aufnahme der Jugendlichen. Die Teilnahme am Unterricht mit einem entsprechenden Gutachten ist fester Bestand des Programms.

 

Ab in die Kälte

Beide haben sich gefreut, nach Bayern fahren zu können und den Winter in Mitteleuropa kennen zu lernen, denn aus ihrer Heimat kennen sie ihn nicht. Da passt es ganz gut, wenn die Wettervorhersagen in diesen Tagen Schneefall ankündigen. Die Umstellung war schon gewaltig, als sie in der vergangenen Woche ihre Heimatstadt bei 35 Grad verlassen haben. Es wundert dann nicht, wenn die beiden auch manchmal im Schul haus mit Schal und dicker Jacke anzutreffen sind. Und am vergangenen Wochenende durften sie mit den Gasteltem bereits in ein sicheres Skigebiet fahren, um diesen Sport auszuprobieren. Und wenn sie derzeit von ihrem Heimatland erzählen, dann ist den Schülern anzumerken, dass sie gerne mit Simone Rothmayr oder Vanessa Sigel tauschen möchten, dürfen beide doch Ende Juli nach Brasilien zum Gegenbesuch aufbrechen, um das fünftgrößte Land der Erde kennen zu lernen, das sich von der Größe her fast über die Hälfte Südamerikas erstreckt.

Brasilien hat das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde und ist mit seinen 170 Millionen Einwohnern das volkreichste Land Südamerikas. Wenn die beiden Jugendlichen wieder zurückkehren ist der Karneval vorüber, aber der interessieresie ohnehin nicht, beteuern sie.

Leidenschaft Fußball

Rafael Bomfim, der bei der Familie Georg Rothmayr in Sallach Niederbayern und bayerische Lebensart kennen lernen darf, lernt bereits im sechsten Jahr Deutsch. Drei Schwestern hat er zuhause, Karolina, Fernanda und Roberta, sein Vater Fernando arbeitet an der Börse in Rio de Janeiro, seine Mutter Elisabeth ist Tierärztin, berichtet er ganz stolz. Eine Umstellung ist es schon für ihn, was es hierzulande zu Essen gibt, meint er. Denn am liebsten isst er Reis mit Bohnen, aber Frau Rothmayr kocht auch sehr gut, gibt er verschmitzt zu. verstehen. Er ist Fan von Ronaldo, dem Fußballstar von Real Madrid, der Brasilianer ist. Geschichte und Biologie sind seine Lieblingsfächer und natürlich spielt er leidenschaftlich Fußball, dazu hat er derzeit wenig Gelegenheit. Leider hat er seine E-Gitarre nicht mitnehmen können, auf dieser würde er leidenschaftlich gerne spielen. Und im Internet, so berichtet Simone, seine Gastgeberin, sei er im Chat mit seinen Kameraden in Rio. CDs mit der brasilianischen Jugendkulturmusik "Forro" habe er selbstverständlich dabei.

Alles auf engem Raum

Sein Klassenkamerad Leonardo Stocker, der in Haimbuch Gast bei Vanessa Sigel ist, schwört auf sein Lieblingsgericht Stroganoff, das für ihn ebenfalls mit Reis und Bohnen serviert werden muss, es darf aber auch Fisch serviert werden und Pommes frites. Sein Vater arbeitet als Bauingenieur und seine Mutter verwalte den Haushalt, berichtet, er. Tennis und Fußball sind seine Leidenschaft, und wenn es passt, dann will er auch Profitennisspieler werden; seinen Platz auf der Weltrangliste kenne er zwar noch nicht, aber das kann sich noch ändern, meinte er zuversichtlich. Seine Musikrichtung sei Hip-Hop, davon habe er auch genügend CDs mitgebracht. Und Bayern gefalle den beiden ganz besonders gut, denn die Abwechslung in der Landschaft, die gepflegten Dörfer und die kulturellen Vermächtnisse, die auf so engem Raum zu finden seien, seien schon außerordentlich, gaben sie zu verstehen.

Schulleiter Edmund Speiseder überreichte den beiden Jugendlichen erstmals eine Lektüre, die neueste Ausgabe von "Ursulinen aktuell", damit sie sich über die Ursulinen-Schulstiftung informieren können und wünschte ihnen viele weitere gute und wertvolle Erfahrungen hier in Bayern. spe-











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